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	<title>Heimatliebe Archive - Annika List</title>
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	<description>Fotografin</description>
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	<title>Heimatliebe Archive - Annika List</title>
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		<title>Foto-Projekt &#8222;Unser Wald&#8220;</title>
		<link>https://annikalist.de/unser-wald/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[annika]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Nov 2021 17:46:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Quelle der Inspiration: meine freien Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[WERTvoll]]></category>
		<category><![CDATA[Achtsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Heimatliebe]]></category>
		<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was ist uns wirklich wichtig? Welche Rolle spielt die Natur für uns? Mit welchen Dingen füllen wir unser Leben - und bereichert uns das am Ende wirklich? All diese Fragen sind meiner Meinung nach essenziell für die eigene Entwicklung, aber auch für eine nachhaltige und gemeinschaftliche Gesellschaft in der Zukunft. Sie werden viel zu wenig gestellt - rücken aber durch die Pandemie zwangsweise in den Fokus.</p>
<p>Mit meinem freien Foto-Projekt "Unser Wald" möchte ich zeigen, welches Wunder wir vor der eigenen Haustür haben und motivieren, dieses zu schätzen &#038; zu schützen. Ich möchte Lust machen, den Wald &#038; seine Kraft zu entdecken und sich an seiner Schönheit zu erfreuen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://annikalist.de/unser-wald/">Foto-Projekt &#8222;Unser Wald&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://annikalist.de">Annika List</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Unser Wald &#8211; er ist unsere Lebensgrundlage und noch so viel mehr. Einmal im Jahr widme ich mich in einem freien Foto-Projekt meinem Herzensthema &#8211; der Natur. Anknüpfend an die Idee meines <a href="https://annikalist.de/heimatliebe/">#heimatliebe-Projekts</a>, möchte ich zeigen, welches Wunder wir vor der eigenen Haustür haben und motivieren, dieses zu schätzen &amp; zu schützen. Ich möchte Lust machen, den Wald &amp; seine Kraft zu entdecken und sich an seiner Schönheit zu erfreuen.</p>
<h4><b>Rückbesinnung zur Natur durch die Pandemie</b></h4>
<p>Was ist uns wirklich wichtig? Welche Rolle spielt die Natur für uns? Mit welchen Dingen füllen wir unser Leben &#8211; und bereichert uns das am Ende wirklich? All diese Fragen sind meiner Meinung nach essenziell für die eigene Entwicklung, aber auch für eine nachhaltige und gemeinschaftliche Gesellschaft in der Zukunft. Sie werden viel zu wenig gestellt &#8211; rücken aber durch die Pandemie zwangsweise in den Fokus.</p>
<p>Viele Menschen besinnen sich nun zurück auf die „einfachen Dinge“ im Leben: Familie, Zeit mit sich selbst &#8211; und Zeit in der Natur. Zum Glück ist Deutschland NOCH eines der waldreichsten Länder (in der EU) &#8211; der Wald bietet so viel zu Entdecken, so viel Zerstreuung und Möglichkeiten sich zu bewegen. Er lässt uns durchatmen, zu uns kommen und aktiviert unsere Selbstheilungskräfte.</p>

<h4><strong><br />
Einmal tief durchatmen</strong></h4>
<p>Der Wald filtert unsere Luft, produziert Sauerstoff und reguliert die Temperatur. Für das Klima also unverzichtbar. Und auch für unser Wohlbefinden. Neben der kühlen, frischen Luft, die uns im Sommer eine Abkühlung verschafft, gibt uns der Wald auch die Möglichkeit im wahrsten Sinne des Wortes einmal durchzuatmen, zu uns zu kommen.</p>
<p>Nicht umsonst wird das &#8222;Waldbaden&#8220; immer populärer. In Japan wird es als Bestandteil des gesunden Lebensstils gesehen (Bäume senden Botenstoffe, die sog. Terpene aus; diese stärken das Immunsystem und sollen eine positive Wirkung auf den Kortisol- und Blutzuckerspiegel sowie den Blutdruck haben). Natürlich ist es egal, welchen Namen wir dem Ganzen geben. Es geht um Achtsamkeit &#8211; mit uns und mit der Natur. Alleine die Geräusche, die Gerüche und die ruhigen Bewegungen im Wald sind für unsere Sinne reine Erholung.</p>

<h4><strong><br />
Meine Sicht als Fotografin</strong></h4>
<p>Mir als Fotografin hat der Blick durch die Foto-Kamera eine andere Sicht auf die Welt ermöglicht, wofür ich sehr dankbar bin. Ich suche das Licht, besondere Farben und Strukturen. Ich beobachte auf meinen Spaziergängen, wie sich die Landschaft mit den Jahreszeiten verändert und bewundere das Farbenspiel der Bäume. Die schönste Zeit ist für mich natürlich während des Sonnenuntergangs, wenn sich im Wald eine andere, mystische Welt auftut.</p>

<h4><strong><br />
Die Kraft des Waldes</strong></h4>
<p>Im Vergleich zu anderen Lebensräumen ermöglicht der Wald eine große Artenvielfalt, in Mitteleuropa sind das z.B. rund 4.300 Pflanzen und Pilzarten und mehr als 6.700 Tierarten. Um die Bedeutung des bedrohten Regenwaldes zu verdeutlichen: In den tropischen Regenwäldern leben rund 200.000 Pflanzen und viele Millionen Tierarten (vgl. <a href="https://www.wald.de/waldwissen/der-wald/">Stiftung Unternehmen Wald</a>).</p>
<p>Das Wissen über die Kraft der Heilkräuter ist mit der Zeit leider verloren gegangen. In Kräuterwanderungen kann man dieses Wissen wieder erlangen. Seit meiner <a href="https://www.wildkraeuterspaziergang-mit-judith-wiesbaden.de">Kräuterwanderung</a> kann ich zumindest Beifuß erkennen und beeindrucke meine Mit-Spaziergänger mit dem fachgerechten Ernten von Brennesselsamen (super gesund und aromatisch). Die Erntezeit ist übrigens ab September, sobald die Samen sich leicht bräunlich färben.</p>

<h4><strong><br />
Urwald in Deutschland</strong></h4>
<p>Das kostbare und komplexe Ökosystem Wald wird zerstört durch das Eingreifen des Menschen. Dabei kann sich der Wald ganz gut selbst regulieren &#8211; und sich auch dem veränderten Klima anpassen. Ein Wald, der sich ohne Eingreifen des Menschen entwickeln konnte, heißt Urwald. Und so kommt es, dass es tatsächlich auch in Deutschland einige Urwald-Relikte gibt &#8211; hauptsächlich an Orten, an denen es für den Menschen schwierig war zu wirtschaften, z.B. an Steilhängen.</p>
<p>Im August 2021 durfte ich dank meines Projekts einige der letzten Urwald-Relikte entdecken: im<span class="Apple-converted-space"> </span>Nationalpark Kellerwald-Edersee in Nordhessen. Inka Lücke vom Nationalpark und Ranger Markus Daume nahmen mich mit auf eine eindrucksvolle Tour durch das UNESCO-Weltnaturerbe &#8211; inklusive vieler toller Geschichten, für die hier leider der Platz nicht ausreicht. Daher meine absolute Empfehlung: Macht doch mal Urlaub in der Region &#8211; und bucht eine geführte <a href="https://www.nationalpark-kellerwald-edersee.de/de/veranstaltungen/">Wanderung</a>.</p>

<p>Ziel des Nationalparks Kellerwald-Edersee ist es, einen der größten Rotbuchenwälder Westeuropas zu schützen. Und zwar die echten Urwald-Relikte (hier war tatsächlich noch nie ein Mensch; zumindest hat er keine Spuren hinterlassen) gleichermaßen wie neue Gebiete, die sich selbst überlassen werden; so dass sich nach dem Motto „Natur Natur sein lassen“ die Wildnis von morgen entwickeln kann.</p>
<h4><strong>Buchen und der Klimawandel  </strong></h4>
<p>Vermeintlich gibt es noch eine andere Bedrohung für den Wald, neben dem direkten Eingreifen des Menschen (z.B. durch konventionelle Waldwirtschaft). Viele kennen die Bilder von vertrockneten oder abgestorbenen Bäumen im heimischen Wald. Auch hier im Nationalpark gibt es das „Problem“; sogar auf den ersten Blick verstärkt. Im geschützten Nationalpark werden tote Bäume nämlich nicht entfernt, sondern dem natürlichen Kreislauf zurückgegeben.</p>
<p>Tatsächlich ist das Baumsterben nur ein vermeintliches Problem, erklärt mir der Ranger. Stichwort Borkenkäfer: Diese befallen nur kränkelnde Bäume, also hauptsächlich Fichten, die in unseren Breitengraden aber ursprünglich gar nicht heimisch waren, und deshalb geschwächt sind.</p>
<p>Im Wald setzt sich immer die stärkste Baumart, die am besten zum Klima passt, durch. In Mitteleuropa ist das die Buche. Deshalb bestehen Wälder, in denen wenig eingegriffen wird, hier zum größten Teil aus Buchen. Im Urwald gibt es viele Buchen, die über 160 Jahre alt sind. Und die passen sich bereits genetisch an den Klimawandel an. „Die Natur regelt das schon“, da ist sich der Ranger sicher.</p>

<h4><strong><br />
Schönste Aussicht auf die Baumkronen</strong></h4>
<p>Eine der schönsten Aussichten auf den Kellerwald hat man übrigens vom <a href="https://www.baumkronenweg.de">Baumkronenweg</a> aus. Das Ausflugsziel ist eine Möglichkeit für die ganze Familie den Wald zu erleben (barrierefrei &amp; mit Kinderwagen). Spielerisch können Kinder an verschiedenen Stationen den Lebensraum Wald entdecken.</p>

<p>Die Natur &#8211; und im Speziellen der Wald &#8211; gibt uns so viel. So viel Schönheit, so viel Kraft. Sie ist essenziell für unser (Über-)leben. Da bleibt die Frage, wenn sie doch eigentlich so einen hohen Stellenwert hat, warum behandeln wir sie dann nicht entsprechend? Warum muss es Demonstrationen und Waldbesetzer geben, die die Politik zum Handeln zu motivieren versuchen?</p>
<p>Einer alleine kann natürlich nicht die Welt retten. Meine Philosophie ist es, dass jeder einen kleinen Teil beiträgt, denn die Summe macht sehr wohl einen Unterschied. Schreib mir gerne, was du beitragen möchtest und ob dich vielleicht etwas von meinem Projekt inspiriert hat.</p>
<p>Mein Foto-Projekt &#8222;Unser Wald&#8220; wird gefördert von der <a href="http://www.hkst.de">Hessischen Kulturstiftung</a>.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-1198" src="https://annikalist.de/media/hks_Logo_RGB.jpg" alt="" width="182" height="68" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://annikalist.de/unser-wald/">Foto-Projekt &#8222;Unser Wald&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://annikalist.de">Annika List</a>.</p>
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		<title>#heimatliebe: Wunder vor der eigenen Haustür</title>
		<link>https://annikalist.de/heimatliebe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[annika]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jun 2020 10:43:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Annika persönlich]]></category>
		<category><![CDATA[Quelle der Inspiration: meine freien Projekte]]></category>
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		<category><![CDATA[Bienenweide]]></category>
		<category><![CDATA[Heimatliebe]]></category>
		<category><![CDATA[Insektensterben]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaftsfotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnenuntergang]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Wunder Natur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In meiner neuen Foto-Reihe nehme ich euch mit vor meine Haustür und zeige euch die Welt durch meine Brille. Ich möchte die Schönheit unserer Umwelt zeigen, aber auch die Wunder, die jeden Tag aufs Neue um uns herum geschehen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://annikalist.de/heimatliebe/">#heimatliebe: Wunder vor der eigenen Haustür</a> erschien zuerst auf <a href="https://annikalist.de">Annika List</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In meiner neuen Foto-Reihe nehme ich euch mit vor meine Haustür und zeige euch die Welt durch meine Brille. Ich möchte die Schönheit unserer Umwelt zeigen, und auch die Wunder, die jeden Tag aufs Neue um uns herum geschehen.</p>
<h4><strong>1. Die Bienenweide als Ort der Achtsamkeit</strong></h4>
<p>Den Auftakt macht diese vermeintlich simple Blumenwiese. Beim wochenendlichen Fahrradausflug fliegt sie vorbei; mit dem Auto unterwegs nehmen wir die Blütenpracht am Wegesrand kaum wahr. Dabei handelt es sich bei näherer Betrachtung um eine kunstvolle Kombination der schönsten Farben und Formen, die man als Hobby-Gärtner kaum schöner arrangieren könnte …</p>
<p>Ich gebe zu, ich liebe Blumen sowieso und bin eigentlich von allem fasziniert, was so in der Natur wächst, da ich die letzten Jahre hauptsächlich in der Stadt gewohnt habe. Aber der Anblick dieser Wiese hat mich wirklich begeistert und inspiriert. Am liebsten hätte ich die nächstbesten Spaziergänger angehalten und gebeten, vor dem Blumenmeer zu tanzen. Das wäre ein tolles Motiv gewesen.</p>
<p>Ist das nicht grandios? Diese üppige Schönheit direkt vor der Haustür &#8211; und das auch noch kostenfrei und jederzeit verfügbar? Und nicht nur uns Menschen erfreut sie, sondern sie wirkt auch dem Insektensterben entgegen, da sie u.a. Bienen eine Lebensgrundlage bietet.</p>
<p>Deshalb mein Plädoyer: Lasst uns langsamer gehen, durchs Leben und durch die Natur. Lasst uns die Scheuklappen ablegen, mit denen wir auf unser Ziel zurennen, welches uns Glück &amp; Zufriedenheit verspricht. Warum nicht im Hier und Jetzt glücklich sein und uns an dem erfreuen, was rings um uns herum geschieht?</p>

<p>Die Blumenwiese ist tatsächlich eine richtige Bienenweide, die Landwirt Erik Becker letztes Jahr in Büttelborn angelegt hat. Immer mehr Menschen legen sich übrigens eine Bienenweide im eigenen Garten an. Welche Pflanzen sich dafür eignen und was man beachten muss, dazu findet ihr hier Infos:</p>
<p><a href="https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/tiere/insekten/20386.html">&#8222;Wie mache ich meinen Garten bienenfreundlich?&#8220; (NABU Deutschland)</a><br />
<a href="https://bienen.hessen.de/de/">&#8222;Bienenfreundliches Hessen&#8220; (HMUKLV)</a><br />
<a href="https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/BienenfreundlichePflanzen.html">Bienen füttern &#8211; das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft erklärt wie</a></p>
<h4><strong>2. Das Revival der Rinder</strong></h4>
<p>Die Tatsache, dass der Anblick von Rindern auf der Weide für überraschte Blicke sorgt, ist alleine ja schon ziemlich traurig. Früher hielt man sich Vieh zu Hause zur Selbstversorgung; durch die Industrialisierung rentiert sich die Milch- &amp; Fleischproduktion mittlerweile nur noch für die größten Landwirte. Viele kleinere Betriebe mussten aufgeben oder umschwenken in der Produktion.</p>
<p>Nach 20 Jahren ohne Großviehbestand hat eine Gemeinde in Südhessen nun wieder 50 Rinder. Und erfreut die Anwohner und Spaziergänger mit dem vertrauten Anblick und vor allem mit dem Geruch. Grund dafür ist ein Naturschutzprojekt. Der <a href="https://www.nabu-rhein-main.de">NABU</a> hat dafür Flächen gekauft &amp; gepachtet und nutzt die Rinder für die Landschaftspflege. &#8222;Das ist wesentlich schonender, als die Flächen mit dem Traktor zu mähen&#8220;, erklärt Bernd Petri vom <a href="https://www.nabu-gross-gerau.de">NABU Kreisverband Groß-Gerau</a>. Außerdem bleibe die Vielfalt erhalten, da Rinder z.B. Disteln stehen lassen.</p>

<h4><strong>3. Warum wir unser liebstes Saisongemüse erst auf den 2. Blick erkennen</strong></h4>
<p>Es ist ein bisschen wie mit der lila Kuh. Wir konsumieren rund 150.000 Tonnen unseres liebsten Saisongemüses in Deutschland pro Jahr &#8211; doch wie die Spargelpflanze eigentlich aussieht, das wissen nur die wenigsten.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Tatsächlich hindern wir die Pflanze durch das Errichten eines Erdwalls daran, ans Licht zu kommen, so dass wir die zarten weißen Triebe essen können. Sobald der Spargel nämlich durch die Erde bricht, verfärbt er sich erst blau und dann grün und das hübsch anzusehende Spargel-Bäumchen entsteht, was jedoch bitter und ungenießbar ist.</p>
<p>Dieses Hinauszögern des Wachstums geht natürlich auf Kosten der Pflanze, so dass am 24. Juni die Spargelsaison beendet ist. Diese Verknappung des Angebots führt natürlich zu Begehrlichkeiten. 12 Euro für das Kilo? Solche Preise zahlen wir Deutschen sonst nur für die Maß Bier auf dem Oktoberfest! Für die Landwirte natürlich ein Anreiz, immer mehr &amp; länger anzubauen, was hier zu Lande natürlich nur klappt in dem z.B. der Boden mit Folie abgedeckt wird. Logisch, dass das für die Natur nicht unbedingt der Idealzustand ist.</p>
<p>Deshalb: Augen auf, Staunen und vielleicht in der Zukunft etwas bewusster konsumieren…</p>

<h4><strong>4. Getreide-Felder als </strong><b>Spiegel der Jahreszeiten</b></h4>
<p>Eine Sache, die ich am Sommer besonders liebe, sind die wogenden Felder. Die Fülle, die Vielfalt, die Weite. Die Möglichkeit, der Natur beim Wachsen zuzusehen. Irgendwann habe ich für mich entdeckt, dass es mir hilft präsenter zu sein &amp; die Zeit bewusster wahrzunehmen, wenn ich den Wandel der Jahreszeiten beobachte. Durch regelmäßige Spaziergänge können wir auch die kleinen Veränderungen um uns herum sehen.<span class="Apple-converted-space"> Und wenn wir uns die Zeit nehmen, einmal ganz genau hinzuschauen, dann entdecken wir eine faszinierende Schönheit von Farben, Formen &amp; Strukturen.</span></p>

<p>Außerdem bekommen wir durch das bewusste Wahrnehmen der Natur ein größeres Verständnis dafür, woher unsere Lebensmittel kommen &amp; wie sie produziert werden.<span class="Apple-converted-space"> In Deutschland werden z.B. auf insgesamt 6,3 </span>Millionen Hektar Getreide angebaut, das sind über 54 Prozent des gesamten deutschen Ackerlandes. Den Großteil davon nimmt der Weizen ein. Neben Roggen, Hafer &amp; Gerste liegen aber mittlerweile auch die &#8222;Urgetreide&#8220; wie Dinkel, Einkorn &amp; Emmer im Trend.</p>
<h4><strong>5. Artischocken in Hessen</strong></h4>
<p>Apropos Trend: Eigentlich kennen wir Artischocken hier zu Lande ja eher aus südlicheren Gefilden &#8211; oder aus dem Glas 😉 Mittlerweile erfreuen sie sich aber in Deutschland immer größerer Beliebtheit, so dass mehr und mehr Landwirte sie auch auf deutschem Boden anbauen. Zumindest ein positiver Aspekt des Klimawandels.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Artischocken sind nicht nur sehr gesund (Stichwort Bitterstoffe), sondern sie sehen auf Grund ihrer ungewöhnlichen Blätterform auch wunderschön aus. Für den Verzehr muss die Knospe noch eng geschlossen sein. Werden die Artischocken nicht geerntet, öffnen sich die Schuppenblätter und die Blüte erstrahlt in einem intensiven Violett. Diese außergewöhnliche Farbenpracht macht sich nicht nur gut auf dem heimischen Küchentisch oder im modernen Brautstrauß, sondern sie ist auch ein Schlaraffenland für Insekten.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Artenvielfalt in der Landwirtschaft ist grundsätzlich gut für die Natur“, sagt Matthias Werner vom <a href="https://www.nabu-buettelborn.de">NABU Büttelborn</a>. „Artischockenpflanzen sind super für Vögel, da sie reichlich Samen bereitstellen, aber auch die lange Besteckung hilft der Natur, da Feldvögel dann in Ruhe brüten können“, meint Matthias. Es konnten sogar bereits erste vogelkundliche Erfolge verzeichnet werden, da hier schon Blaukehlchen, Rebhühner und viele Finkenarten wie Bluthänflinge und Stieglitze, sowie der seltene Wachtelkönig gesichtet bzw. gehört wurden. In Südhessen bekommt man Artischocken z.B. in <a href="https://wasserschmidts.jimdofree.com">Wasserschmidts Bauernlädchen</a>.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>

<h4><strong>6. Büttelborn &#8211; das Storchenparadies</strong></h4>
<p>Meine neue Heimat Büttelborn (bei Groß-Gerau) ist mittlerweile weit über die Region hinaus bekannt als Storchenparadies. Störche zu sehen, ist für viele Menschen ja heutzutage eine Seltenheit, hier auf dem Land herrscht selbst in Zeiten von Corona reger Flugbetrieb. Grund dafür: Die Bruchwiesen bei Büttelborn sind ein Naturschutzgebiet und wegen der vielen feuchten Wiesen und Moore bieten sie eine ideale Heimat für unzählige Störche.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Immer mehr Störche finden es hier scheinbar so gemütlich, dass sie zum Überwintern gar nicht mehr wegfliegen. Und das ist doch ein schönes Schlusswort für diese Serie. Denn auch uns Menschen hat die aktuelle schwierige Situation gezeigt, dass es hier in Deutschland, in unserer Heimat, doch eigentlich ganz schön ist und es viel zu entdecken gibt &#8211; direkt vor unserer Haustür.</p>

<p>Mein Projekt &#8222;#heimatliebe &#8211; Wunder vor der eigenen Haustür&#8220; wird gefördert von der <a href="http://www.hkst.de">Hessischen Kulturstiftung</a>.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-1198" src="https://annikalist.de/media/hks_Logo_RGB.jpg" alt="" width="182" height="68" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://annikalist.de/heimatliebe/">#heimatliebe: Wunder vor der eigenen Haustür</a> erschien zuerst auf <a href="https://annikalist.de">Annika List</a>.</p>
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